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St. Georgen im Schwarzwald (ab 1083) ist eine Stadt im südlichen Schwarzwald inBaden-Württemberg. St. Georgen Ursprunggeht auf ein Benediktinerkloster zurück. Sankt Georgen im Schwarzwald ist nach Villingen-Schwenningen und Donaueschingen die drittgrößteGemeinde im Schwarzwald-Baar-Kreis.

  • Geografische Lage

Das Gebiet der Stadt liegt auf einer Höhe von 800 bis 1000 Metern über Normalnull. Der größte Anteil der Stadtfläche von knapp 60 km² besteht aus Wald und Feldern. Des Weiteren befindet sich St. Georgen an der Rhein-Donau-Wasserscheide und bildet somit die Europäische Wasserscheide zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer. Auch die Brigach, welcher ein Quellfluss der Donau ist, entspringt auf der Gemarkung St. Georgens.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden der Stadt Sankt Georgen im Schwarzwald (alphabetisch geordnet) sind:

  • Stadtteile

Die Stadtteile von St. Georgen sind eher ländlich geprägt und haben einen dorfähnlichen Charakter. Der größte Stadtteil ist Peterzell, der inzwischen mit Sankt Georgen fast „verwachsen“ ist. Außerdem befindet sich in Peterzell ein eigenes Gewerbegebiet, welches seit 2000 in der Nähe von Königsfeld erbaut wurde. Der Stadtteil Peterzell befindet sich direkt an der Bundesstraße 33 zwischen Sankt Georgen (Kernstadt) und Villingen-Schwenningen. Der Stadtteil mit den zweitmeisten Einwohnern ist Brigach, auf dessen Gemarkung der gleichnamige Fluss entspringt. Zu Brigach gehört der Ortsteil Sommerau sowie ein Teil des Stockwaldes. Der drittgrößte Stadtteil ist Langenschiltach und ist sehr ländlich geprägt. Der zweitkleinste Stadtteil ist Oberkirnach, in dem sich die meisten Wintersportmöglichkeiten befinden. Der kleinste Stadtteil ist Stockburg, der sich im Groppertal, durch das die Brigach fließt, befindet.

Staatliche Schulen in St. Georgen

Thomas-Strittmatter-Gymnasium: Einziges Gymnasium in St. Georgen auf dem Roßberg am Bildungszentrum; Benannt nach dem St. Georgener Schriftsteller Thomas Strittmatter; Feierte gemeinsam mit der Realschule St. Georgen im Jahr 2003 den 100. Geburtstag der Weiterführenden Schulen in St. Georgen; Schüler kommen aus ganz St. Georgen, Tennenbronn und anderen Nachbarorten.

Realschule St. Georgen: Einzige Realschule in St. Georgen auf dem Roßberg am Bildungszentrum.

Robert-Gerwig-Schule: Älteste Schule von St. Georgen; Benannt nach Robert Gerwig; Grund-und Hauptschule: Schüler kommen aus St. Georgen, Sankt Georgen-Brigach und anderen Vororten.

Rupertsbergschule: Grund- und Hauptschule auf dem St. Georgener Rupertsberg: Schüler kommen aus den „StadtteilenSeebauernhöhe, Rupertsberg und Sankt Georgen-Langenschiltach.

Grundschule Peterzell: Grundschule im Stadtteil Sankt Georgen-Peterzell: Schüler kommen aus Peterzell.

Förderschule St. Georgen: Einzige Förderschule in St. Georgen; Schule ist direkt neben der Rupertsbergschule.

  • Sport

In Sankt Georgen gibt es über 40 Sportvereine. Außerdem gibt es drei Skilifte, die in der Wintersaison von Wintersportlern genutzt werden können. Im Winter gibt es des Weiteren um die Kernstadt herum mehrere Kilometer Loipen, die im Sommer jedoch als Strecken für Nordic Walking, Mountainbike oder Jogging fungieren. Auf 900 Meter Höhe befindet sich auch St. Georgens Sport-und Bildungszentrum, auf dem sich Deutschlands höchstgelegenes Stadion befindet. Ebenfalls auf dem Sport-und Bildungszentrum befindet sich auch die Tennishalle sowie 6 Tennisplätze sowie ein Trimm-dich-Pfad. Am Naturschwimmbad Klosterweiher befindet sich auch eines der größten saisonalen Skateparks Süddeutschlands. Im Winter werden die Geräte auf dem Skatepark abmontiert um diese als Eislauffläche andersweitig nutzen zu können.

Städtepartnerschaften

St. Georgen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Träger der Städtepartnerschaften sind im wesentlichen Schulen, Vereine und Orchester:

  • Saint-Raphaël: Gymnasium und Jugendsinfonieorchester
  • Scandale: Italienischer Verein und das Jugendorchester der Stadtmusik
  • Vesilahti: Realschule
  • Museros: Stadtmusik St. Georgen

Sammlung Grässlin

Die Sammlung der Familie Grässlin gehört zu den bedeutensten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Europa. Ihre Wurzeln liegen in den 1950er Jahren, als der Unternehmer Dieter Grässlin und seine Frau Anna in St. Georgen begannen, die heute mehr als 1.000 Einzelstücke zusammenzutragen. Seit den frühen 1980er Jahren, nach dem frühen Tod von Dieter Grässlin, wurde der Kunstbesitz von den Familienmitgliedern Bärbel, Thomas, Sabine und Karola um neue Stücke erweitert. Künstlernamen wie das "Hamburger Dreigestirn" Büttner, Kippenberger und Oehlen sowie Meuser, Kiecol oder Herold mit ihren plastischen Arbeiten sind wichtige Mosaiksteine des heutigen Kunstensembles. Viele der Künstler sind heute weltweit anerkannt und Lehren an wichtigen Kunstakademien in Europa.Der "Kunstraum Grässlin" in der Museumsstraße zeigt Besuchern ab dem 10. Juni 2006 Werkgruppen und Großinstallationen aus dem reichhaltigen Fundus dieser Sammlung. Als integraler Bestandteil des Konzeptes "Räume für Kunst" ist das Museum zugleich Ausgangspunkt zu einem Rundgang innerhalb des Stadtgebiets mit ca. 10 Räumen.

Foto von der Graesslinsammlung Foto von der Graesslinsammlung
Räume in Kunst - Vergrößerung Martin Kippenberger - Das Inselbuch - Vergrößerung

Kunstraum Grässlin, Museumstraße 2, D-78112 St. Georgen

Öffnungszeiten ab dem 10.06.2006:

Do: 17 bis 21 Uhr,

Sa / So:  12 bis 18 Uhr

Nähere Infos unter http://www.sammlung-graesslin.de/.

Die St. Georgener Aktion "Räume in Kunst", Teil des Stadtentwicklungsprojekts St. Georgen 2000, sorgte schonbundesweit für Aufsehen. Hierzu Auszüge aus der Einleitung von Zdenek Felix, Direktor der Deichtorhallen Hamburg zum Buch "Vom Eindruck zum Ausdruck. Grässlin Collection", hrgs. von Zdenek Felix, Deichtorhallen Hamburg, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit, 2001:"Mangels eines Museums blieb allerdings nichts anderers übrig, als Schaufenster in der Stadt zu mieten und die Künstler mit deren Gestaltung zu beauftragen. Es entstanden die merkwürdigsten Ausstellungen, die man sich vorstellen kann: Vor den staunenden Augen der braven Einwohner von St. Georgen wurde in leerstehenden Läden, wo gewöhnlich Waren oder Dienstleistungen angeboten werden, Installationenen mit Werken von Werner Büttner, Markus Oehlen oder Georg Herold gezeigt, eine veritable Multiple-Ausstellung veranstaltet oder eine "Wohnecke" mit Möbeln und Objekten von Franz West arrangiert. In einem zur Firma Grässlin gehörenden verglasten Vorbau konnte man die Birken-Installation von Martin Kippenberger sehen, während Sabine Grässlin im Garten ihres Hauses "Das Inselbuch", einen lesenden Frosch desselben Künstlers aufstellen ließ. Mit der Intervention in den städtischen Raum, die zugleich den bemerkenswerten Versuch einer sozialen Kommunikation darstellt, hat die Sammlung Grässlin zweifellos die engen Grenzen einer privaten Sphäre überschritten und sich der öffentlichen Diskussion gestellt".
Zdenek Felix
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